Frei durchatmen, Kraft und Ruhe tanken

Frei durchatmen – das schien für Bewohner der westlichen Welt lange Zeit eine Selbstverständlichkeit zu sein. Die Atmung passiert automatisch und unbewusst, deshalb nehmen wir sie erst wahr, wenn eine Erkältung die Atemwege verstopft oder die Luft stark verschmutzt ist. Erst seit Politiker zum vermeintlichen Schutz der Gesundheit versuchen, ganzen Völkern Masken aufzuzwingen, sollte vielen klar geworden sein, dass der Atem ein Lebensexlixier und alles andere als selbstverständlich ist. Er begleitet uns vom ersten Schrei nach der Geburt bis zum Tod.

Willkürliche, gesundheitsschädliche Verordnungen schränken die Atmung ein, regen aber gleichzeitig zum Nachdenken an. Gesellschaftskritische Träger der Mund-Nasen-Bedeckung dürften die Macht des Luftholens längst erkannt haben. Sobald man nicht mehr frei durchatmen kann, treten früher oder später Kopfschmerzen und gereizte Stimmung bis hin zu Aggressionen auf. Menschen sind imstande, eine Weile ohne Nahrung zu überleben, doch nur wenige Minuten ohne Luft.

Frei durchatmen und die Seele heilen

Die Luft ist viel mehr als eine natürliche Atemversorgerin des Organismus. Ein kontrolliertes Ein- und Ausströmen in den Körper hat auch verblüffende Auswirkungen auf die Seele. Laut der Zeitschrift Psychologie Heute existieren aktuell rund 170 wissenschaftliche Studien zum Atmen, die die positiven Effekte einer langsamen, tiefen Bauchatmung untermauern. Vor allem für Angststörungen und Panikattacken gebe es gute Belege: Meist hätten Angst- und Panikpatienten eine zu hohe Atemfrequenz.

Mithilfe von Entspannungstechniken wie Meditation lässt sich die Häufigkeit und die Tiefe der Atemzüge regulieren. Besonders für Anfänger eignen sich geführte Meditationen, bei denen eine Stimme Schritt für Schritt Anleitungen gibt. In der Regel werden Meditierende zu Beginn mit Atemübungen in einen ruhigen, entspannten Zustand versetzt. Zu den möglichen Techniken zählt beispielsweise die folgende:

Boxatmung

Atme tief aus, bis die gesamte Luft aus deinem Körper gewichen ist. Anschließend lass den Atem fünf Sekunden konzentriert durch die Nase in die Lunge fließen. Halte die Luft für weitere fünf Sekunden an und atme fünf Sekunden wieder aus. Wiederhole diese Atemübung einige Male und du wirst spüren, dass sich ein inneres Gleichgewicht einstellt.

Um die Boxatmung zu praktizieren, brauchst du übrigens nicht an einer Meditation teilzunehmen. Sie beruhigt in vielen Alltagssituationen, egal ob du zu Hause bist, bei der Arbeit oder auf Reisen. Zum Beispiel beschreibe ich in meinem eBook Neid als Dein Guide einen Moment, in dem mich das niedrig schwingende Gefühl fast zerfressen hätte. Weil ich meinen Neid als unerträglich empfinde, steuere ich intuitiv mit der Boxatmung gegen. Das Ergebnis: Nach nur wenigen Minuten bin ich die Ruhe selbst und in der Lage, meine Gefühlswelt objektiv und analytisch wahrzunehmen.

Eine einfache Atemmeditation

Eine Alternative zur Boxatmung ist eine ebenfalls überall durchführbare Atemmeditation. Dafür sollest du dir eine ruhige Umgebung suchen, dich bequem hinsetzen oder auf den Rücken legen. Sobald du eine für dich angenehme Position gefunden hast, schließe deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen. Nimm deinen momentanen Körper- und Gemütszustand wahr.

Fühle dabei deine Atmung, versuche ihren Fluss aber nicht zu beeinflussen. Beobachte sie einfach. Sollten deine Gedanken in eine destruktive Richtung abschweifen, fokussiere dich langsam und leicht auf deinen Atem, bis die Gedanken verschwinden.

Spüre, wie sich dein Bauch und der Brustraum bei der tiefen Einatmung heben und ausdehnen und beim Ausatmen wieder senken. Wenn du magst, kannst du still die Frequenz deiner Atemzüge mitzählen. Wenn du diese Atemübung jeden Tag zehn bis 15 Minuten durchführst, tust du schon eine Menge, um Kraft und Ruhe zu tanken. Als Inspiration gebe ich dir noch eine von mir produzierte Fantasiereise-Meditation mit auf den Weg. (as)

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